Saxcare Chemnitz Skoliose Orthese

saXcare-Skoliose-Kompetenzzentrum Chemnitz

Als führender Versorger auf dem Bereich der Skoliose- und Kinderspezialversorgungen ist das Skoliose-Kompetenz-Zentrum Chemnitz Ihr Ansprechpartner für eine moderne und zuverlässige Versorgung.

Den Patienten unseres zertifizierten Unternehmens steht ein großes Team an Spezialisten zur Verfügung, die eine moderne und effiziente Versorgung garantieren. Orthopädietechnikmeister, Orthopädietechniker, Servicetechniker und Verwaltungsmitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf der verschiedenen Behandlungen.

saxcare ist spezialisierter Anbieter von Skolioseversorgungen in Sachsen.

Sollte sich der Verkrümmungsprozess im Wachstumsalter durch eine klassische Krankengymnastik oder Bewegungstherapie nicht mehr unterbrechen lassen, stehen weitere Möglichkeiten zur Versorgung des Patienten zur Verfügung. So kann der behandelnde Arzt eine Nachtorthese (Night Time Bending Brace) verschreiben. Je nach Indikation kann auch der Einsatz einer Tagorthese (Cheneau) sinnvoll sein. Je früher mit einer Skolioseversorgung begonnen wird, umso besser lassen sich Krümmungen der Wirbelsäule im Wachstumsalter korrigieren.

 Definition der Skoliose

Als Skoliose werden seitliche Verbiegungen der Wirbelsäule bezeichnet, die mit einer Verdrehung der einzelnen Wirbel einhergehen. Da die Wirbelsäule nicht mehr durch die Muskulatur aufgerichtet werden kann, kann es zur Entwicklung der typischen S-Form (Skoliosemuster, Einteilung nach King) kommen, die das Gleichgewicht des Körpers wiederherstellen soll. Skoliose ist als krankhafte Veränderung der Wirbelsäule bereits in der Antike bekannt gewesen.

Der berühmte griechische Arzt Hippokrates beschrieb in seinen Werken Diagnose und Behandlung der Skoliose. Zur Klassifizierung des Deformationsgrades bei Wirbelsäulenerkrankungen wird heute der Cobb-Winkel verwendet, entwickelt durch den US-Amerikaner John Robert Cobb – einem der Pioniere auf dem Gebiet der Skoliose-Behandlung.

 Klassifikation der Skoliose

Skoliosen werden nach verschiedenen Kriterien eingeteilt. Maßgeblich für die Klassifikation sind Entstehungszeitpunkt, Ursache sowie Art und Stärke der Krümmungen. Bei der Skoliose-Klassifikation wird die Position und Ausrichtung der Krümmungen, die Krümmungswinkel und die Drehung der einzelnen Wirbel beschrieben. Ist die Ursache einer Skoliose bekannt, wird von einer symptomatischen Skoliose oder sekundären Skoliose gesprochen. Bei unbekannten Ursachen spricht der Mediziner von einer idiopathische Skoliose.

Da die Skoliose im jugendlichen Alter entsteht, gehört sie zu den Wachstumsdeformitäten. Nach ihrer Entstehung kann sich die Skoliose besonders in Folge stärkerer Wachstumsschübe verschlechtern, wie sie während der Pubertät, aber auch schon vorher, auftreten können. In den meisten Fällen ist die Ursache der Skoliose unbekannt, man spricht dann von einer idiopathischen Skoliose, die der Wortherkunft nach spontan und ohne bekannte Ursache auftritt. Vermutet wird das Zusammentreffen mehrerer Faktoren, da sowohl hormonelle als auch genetische Veränderungen auslösend sein können.

Bei bekannten Ursachen spricht der Mediziner von einer symptomatischen oder sekundären Skoliose. Diese kann durch angeborene Fehlbildungen der Wirbelsäule entstehen, durch Muskel- und Nervenerkrankungen oder durch mechanische Einwirkungen im Bereich der Wirbelsäule.

 Idiopathische Skoliose

Die Ursache der Skoliose kann in den meisten Fällen nicht bestimmt werden – über 90% aller Skoliosen sind idiopathische Skoliosen. Abhängig vom Entstehungsalter wird zwischen drei Formen der idiopathischen Skoliose differenziert:

  1. Infantile idiopathische Skoliose
    Auftreten der Symptome bis zum 3. Lebensjahr
  2. Juvenile idiopathische Skoliose
    Auftreten der Symptome im 4. – 10. Lebensjahr
  3. Idiopathische Adoleszentenskoliose
    Auftreten der Symptome ab dem 11. Lebensjahr

Nicht verwechselt werden darf die infantile idiopathische Skoliose mit der Säuglingsskoliose, die in den ersten Lebensmonaten in Form einer kurzfristigen Haltungsveränderung auftreten kann.

 Symptomatische Skoliose (sekundäre Skoliose)

Folgende bekannte Ursachen können zur Ausbildung einer Skoliose führen. In diesen Fällen spricht man von einer symptomatischen oder sekundären Skoliose:

  1. Fehlbildungsskoliose (kongenitale Skoliose):
    Angeborene Wirbelfehlbildungen wie das Klippel-Feil-Syndrom oder Spina bifida 
  2. Neuropathische Skoliose
    Nerven- und Muskelerkrankungen wie Poliomyelitis, Zerebralparesen, spinale Muskelatrophien 
  3. Myopathische Skoliose
    Entstehung durch Muskeldystrophien oder Arthrogrypose
  4. Skoliose durch Systemerkrankungen
    Entstehung durch Neurofibromatose, Skelettdysplasien, Osteogenesis imperfecta
  5. Iatrogene Skoliose
    Skoliose als Folge von Behandlungen wie Bestrahlungen oder durch Narbenbildung nach operativen Eingriffen im Bereich der Wirbelsäule
  6. Posttraumatische Skoliose
    Skoliose ausgelöst durch Gewalteinwirkung, Amputationen oder Tumoroperationen 
  7. Statische Skoliose
    Skoliose verursacht durch Fehlhaltungen in Folge einer Beinlängendifferenz

 

Einteilung nach der Erscheinungsform:

  • hochthorakal: Krümmungsscheitel zwischen den Wirbeln Th2 und Th6
  • thorakal: Krümmungsscheitel zwischen Th6 und der Bandscheibe Th11/12
  • thorakolumbal: Krümmungsscheitel zwischen Th12 und L1
  • lumbal: Krümmungsscheitel zwischen der Bandscheibe L1/2 und L4

nach dem Krümmungsmuster unterscheidet man folgende Skoliosen:

  • C-förmige Skoliosen: Lenke Typ I und V
  • S-förmige Skoliosen: Lenke Typ II und III
  • Doppel-S Skoliosen (Triple-Skoliosen): Lenke Typ IV und VI
 Diagnose und Verlaufskontrolle

Fehlhaltungen mit Krümmungen bis zu 10° Cobb treten bei Jugendlichen häufiger auf und benötigen in der Regel keine Behandlungen. Da aber die Ausbildung einer späteren Skoliose nicht ausgeschlossen werden kann, sollten regelmäßige ärztliche Kontrollen stattfinden. Je nach Grad der Fehlhaltung sind Untersuchungen halbjährlich oder jährlich anzuraten, besonders in Phasen von stärkeren Wachstumsschüben sollten Eltern die Körperhaltung der Kinder aufmerksam beobachten.

Erstdiagnose

Skoliose im Frühstadium verursacht keine oder nur geringe Beschwerden, weshalb Eltern oder betreuende Personen in der Regel durch auffällige Fehlhaltungen bei Kindern und Jugendlichen auf eine mögliche Skoliose aufmerksam werden. Das seitliche Verschieben der Hüfte oder Schulter kann ebenso ein Zeichen für eine beginnende Skoliose sein, wie seitliche Abweichungen der gesamten Wirbelsäule.

Für die Früherkennung einer Skoliose dient heute der sog. Adams-Test, bei dem der Arzt das Rückenprofil des Patienten im nach vorne übergebeugten Stand untersucht. Auch Eltern können mit diesem Test das Profil der Wirbelsäule ihrer Kinder selber untersuchen. Beim Adams-Test muss sich die zu untersuchende Person mit durchgestreckten Beinen und locker hängenden Armen aufstellen und leicht nach vorne beugen. Mögliche Asymmetrien können so gut erkannt werden, bei Untersuchungen durch Eltern sollten diese im Zweifel jedoch immer einen Arzt aufsuchen. Anzeichen für eine Skoliose sind neben einer schiefen Körperhaltung auch einseitig veränderte Positionen der Rippen und Schulterblätter, eine einseitig verstärkte Muskulatur und ein asymmetrischer Verlauf der Wirbelsäule.

Radiologische Untersuchung

Zur Unterstützung der Diagnose können auch Röntgenaufnahmen herangezogen werden, auf denen die Form der Wirbelsäule von vorne und im Profil  zu erkennen ist. Bei durch den Adams-Test diagnostizierten Veränderungen der Körperhaltung ist eine radiologische Untersuchung erforderlich, da hier bereits Verkrümmungen von 20° Cobb und mehr vorliegen können und mit einer Behandlung zeitnah begonnen werden muss.

Die radiologische Untersuchung des Patienten ist nicht nur für zur Diagnose einer Skoliose geeignet, sondern auch für die Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer Progredienz, also dem Fortschreiten der Krankheit. Darüber hinaus können auf dem Röntgenbild weitere Wirbelsäulenerkrankungen erkannt werden, die teilweise im Zusammenhang mit der Skoliose auftreten. Dazu gehören angeborene Wirbelfehlbildungen, Spondylolysen oder Morbus Scheuermann. Die Röntgenaufnahmen müssen unbedingt aufbewahrt werden, da sie dem Arzt zum späteren Vergleich und zur Feststellung des Krankheitsverlaufes dienen.

Röntgenaufnahmen müssen zur Diagnose einer Skoliose immer im Stehen stattfinden, eine mögliche Beinlängendifferenz sollte vorher ausgeglichen werden. Die radiologische Untersuchung der Wirbelsäule findet bei der Erstdiagnose in frontaler und seitlicher Ebene statt, bei späteren Untersuchungen reichen in den meisten Fällen frontale Röntgenaufnahmen.

Mithilfe des Röntgenbildes wird der Grad der Skoliose festgestellt werden. Es werden die Krümmungen nach Cobb bestimmt und Torsionen und Rotationen der Wirbel gemessen. Hierfür stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, üblich sind Untersuchungen nach Nash und Moe oder die präzisere Messung nach Raimondi. In eine Prognose über den weiteren Verlauf der Skoliose fließen neben den Röntgenaufnahmen auch persönliche Informationen wie das Alter der Kinder und Jugendlichen ein. Bei jungen Mädchen kann das Alter bei der ersten Regelblutung bzw. die aktuelle körperliche Reife Hinweise über einen späteren Krankheitsverlauf geben. Hierzu wird der Arzt auch die Entwicklung der Brüste sowie der Achsel- und Schambehaarung beobachten.

Röntgenaufnahmen sollten vor allem im Wachstumsalter nicht häufiger als einmal im Jahr vorgenommen werden, um das Strahlenrisiko zu minimieren.

Weitere Untersuchungsverfahren

Besonders in der Pubertät kann sich eine Skoliose im Zeitraum von wenigen Monaten deutlich verschlechtern, so dass regelmäßige Kontrollen erforderlich sind. Hierfür stehen einige strahlungsfreie Untersuchungsmethoden, die ebenfalls bedingt aussagekräftige Ergebnisse liefern. Mit der Skoliometermessung nach Bunnel kann die Krümmung der Wirbelsäule in kurzen Abständen manuell zuverlässig gemessen werden. Ein weiteres Verfahren ist die Videorasterstereographie, eine lichtoptische Vermessung des Rückenprofils, bei der ohne Röntgenstrahlen gearbeitet werden kann. Hilfreich kann auch eine Dokumentation des Krankheitsverlaufes durch einfache Fotos der Wirbelsäule sein, wobei darauf zu achten ist, dass sich der Patient für die Aufnahmen immer in der gleichen Position  befinden muss. Stehen keine anderen Untersuchungsverfahren zur Verfügung, kommt für eine regelmäßige Kontrolluntersuchung auch eine radiologische Untersuchung mit reduzierter Strahlendosis in Frage, da sich auch hier die veränderte Krümmung auslesen lässt.

Bei schweren Krankheitsverläufen wird das Körpergewicht des Patienten regelmäßig kontrolliert, da ein hoher Gewichtsverlust ebenfalls ein Anzeichen für eine Progredienz sein kann. Der Patient sollte zusätzlich in regelmäßigen Abständen die Vitalkapazität ärztlich feststellen lassen.

Besteht der Verdacht auf eine symptomatische Skoliose, sollte zur Diagnose zusätzliche eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) der Wirbelsäule durchgeführt werden.

 Therapie der Skoliose

Die geeignete Therapie der Skoliose richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. In den meisten Fällen kann die Skoliose mit Physiotherapie oder durch eine Korsettbehandlung therapiert werden. Nur in etwa 10% der Fälle ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um die krankhaften Veränderungen zu korrigieren. Fehlhaltungen bis zu 10° Cobb werden in der Regel nicht behandelt, müssen aber bei Kindern und Jugendlichen regelmäßig beobachtet werden.

Physiotherapie (Krankengymnastik)

Skoliosen im Anfangsstadium können mit einer klassischen Krankengymnastik therapiert werden. Dies geschieht besonders bei Skoliosen ab 10 - 20° Cobb, um eine Progredienz zu vermeiden. Mit gezielten Übungen soll erreicht werden, dass die Wirbelsäule aktiv aufgerichtet und durch Muskeln stabilisiert wird. Die bekanntesten physiotherapeutischen Verfahren sind die Skoliose-Behandlung nach Katharina Schroth und die Vojta-Therapie.

Bei der Physiotherapie nach Katharina Schroth sollen Patienten im Rahmen einer Haltungsschulung lernen, schädliche Fehlhaltungen anfangs bewusst und später unbewusst zu vermeiden. Einseitige Belastungen werden vermieden und alltägliche Bewegungsabläufe neu erlernt. Da der Patient bei der Physiotherapie nach Katharina Schroth bewusst mitarbeiten muss, ist diese erst ab einem Alter von etwa 7 Jahren zu empfehlen, kann dafür aber später selbständig lebenslang angewandt werden. Bei jüngeren Kindern ist während der Physiotherapie die Anwesenheit der Eltern erforderlich, um die Übungen auch zuhause täglich wiederholen zu können. Die Physiotherapie nach Katharina Schroth ist eine anerkannte Methode zur Skoliose-Behandlung, deren Erfolge nicht nur subjektiv wahrgenommen werden, sondern auch mit den üblichen Skoliose-Diagnoseverfahren nachweisbar sind.

Die Vojta-Therapie wurde durch den tschechischen Kinderneurologen Václav Vojta entwickelt. Sie basiert auf einer Behandlung, bei der vor allem Menschen mit geschädigtem Nervenzentralsystem oder mit Deformationen des Bewegungsapparates elementare Bewegungsmuster erlernen sollen. Bei der Vojta-Therapie werden durch mechanischen Druck auf bestimmte Zonen des Körpers Reflexe ausgelöst, die den Bewegungsabläufen des gesunden Menschen entsprechen. Dieses Verfahren wird auch als Reflexlokomotion bezeichnet und ist besonders für die Behandlung von Säuglingen, Kleinkindern und geistig behinderten Menschen geeignet.

Ergänzend zur Physiotherapie können progrediente Skoliosen auch durch den Einsatz eines Korsetts behandelt werden. Entscheidend für die Indikation sind hier der Grad der Verkrümmung und das Alter des Patienten. Die Versorgung mit einem Korsett ist bei Skoliosen von über 20° Cobb-Winkel oder einer Verschlechterung über 5° des Cobb-Winkels in einem Zeitraum von 3 Monaten besonders im Wachstumsalter hilfreich. Um eine Verstärkung der Krümmung bis zum Erreichen des Erwachsenenalters aufzuhalten, können verschiedene Korsetttherapien eingesetzt werden. Mit diesen Therapien kann eine Progredienz verhindert und bereits erreichte Verbesserungen stabilisiert werden. Im deutschsprachigen Raum ist die Derotationsorthese nach Chêneau die heute am häufigsten eingesetzte Methode. Sie ersetzt auch die ältere Boston-Orthese, mit der früher lumbalen Skoliosen behandelt wurden. Für die Behandlung von thorakalen Krümmungen die besonders hoch liegen, kann alternativ auch das Milwaukee-Korsett verwendet werden.

Eine Skoliose-Korsetttherapie muss grundsätzlich in Zusammenarbeit mit Arzt, Orthopädietechniker und Patient erfolgen. Neben einer vollständigen Diagnose und der Auswahl der geeigneten Therapie durch den Arzt kommt es auch auf die Erfahrung des Orthopädietechnikers an, der für die optimale Passform des Korsetts verantwortlich ist. Nur wenn die notwendigen Tragezeiten des Korsetts durch den Patienten eingehalten werden, kann sich der geplante Behandlungserfolg einstellen. Die Skoliose-Korsetttherapie darf nur von Therapeuten durchgeführt werden, die Erfahrung auf diesem Gebiet besitzen.

Etwa 14 Tage nach Behandlungsbeginn sollte in einer radiologischen Untersuchung die Wirkung des Korsetts durch den Arzt überprüft werden. Hierbei wird untersucht, ob die üblicherweise angestrebte Primärkorrektur von mindestens 40% erreicht wurde. Im weiteren Verlauf der Skoliose-Korsetttherapie kontrolliert der Orthopädietechniker etwa alle drei Monate das Korsett und nimmt bei Bedarf Korrekturen vor.

Ein Skoliose-Korsett sollte täglich etwa 22 Stunden getragen werden, kürzere Tragezeiten von 16 Stunden kommen bei Erkrankungen mit einer geringen Progredienz in Betracht. Besonders bei Kindern und Jugendlichen, die während der Schule oder in der Freizeit auf das Tragen des Skoliose-Korsetts verzichten können, erhöht sich so die Akzeptanz und in der Folge der Behandlungserfolg. Für eine erhöhte Akzeptanz sind auch Maßnahmen zur Steigerung der Motivation des Patienten sinnvoll. So kann z.B. der Besuch in einer Fachklinik zum Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Patienten genutzt werden. Nach dem Ende der Korsettbehandlung, meistens nach Abschluss der Wachstumsphase, sollte das Skoliose-Korsett für weitere 12 Monate zur Unterstützung des Behandlungserfolgs nachts getragen werden.

Eine konservative Skoliose-Therapie bei Jugendlichen kann bei konsequenter Einhaltung zu unterschiedlicher Begradigung der Wirbelsäule führen, bei stärkeren Verkrümmungen kann ein operativer Eingriff vermieden werden. Um dies zu erreichen, sollten hochwertige Korsetts mit einer hohen Primärkorrektur und einem hohen Tragekomfort verwendet werden.

Operative Eingriffe

Wenn konservative Therapien nicht den gewünschten Behandlungserfolg gebracht haben, kann ein operativer Eingriff zur Verhinderung einer Invalidität und als lebenserhaltene Maßnahme indiziert sein. Die Entscheidung für eine Operation ist abhängig von der Verschlechterungstendenz und dem Erfolg der konservativen Therapien. Im Wachstumsalter wird mit einer Operation erst ab einer Krümmung von 40° Cobb begonnen, bei stärkeren Krümmungen ist zur Vermeidung von Risiken in den meisten Fällen ein operativer Eingriff erforderlich. Chirurgische Eingriffe bei Cobb-Winkeln von über 60° bedeuten nicht nur ein erhöhtes Risiko für den Patienten, sondern verzeichnen auch sinkende Korrekturerfolge. Neuro- oder myopathische Skoliosen werden bereits ab 20° Cobb-Winkel operativ behandelt, da durch die fehlende Muskulatur im Rückenbereich ein Behandlungserfolg durch konservative Therapieformen nicht möglich ist.

Auch wenn inzwischen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung stehen, basieren diese auf den gleichen Grundlagen. Im Rahmen der Operation werden Krümmung und Drehung der Wirbelsäule so weit wie möglich korrigiert, anschließend wird sie mit Implantaten zur Sicherung des Behandlungserfolgs versteift.

 Schwangerschaft und Skoliose

Grundsätzlich ist eine Veränderung des Krankheitsverlaufes der Skoliose während der Schwangerschaft nicht zu erwarten. Eine Studie aus Schweden hat gezeigt, dass jüngere Patienten mit mehreren Schwangerschaften vor dem 23. Lebensjahr von einer Verschlechterung betroffen sein können. Aktuelle Studien zeigen aber auch, dass Skoliose kein Grund für Frauen ist, auf eine Schwangerschaft zu verzichten.

Bei Frauen über 30 Jahren ist eine Veränderung des Beschwerdebildes durch eine Schwangerschaft nicht festzustellen. Skoliosen unter 30° Cobb können in diesem Alter als stabil betrachtet werden. Bei doppelbogigen Skoliosen gilt dies sogar bei zu einem Krümmungswinkel von 40° Cobb.

Negative Auswirkungen auf Schwangerschaft und Geburt sind durch eine Skoliose-Erkrankung nicht zu erwarten, solange diese nicht operativ behandelt werden musste. Bei operierten Patientinnen kann die Versteifung der Wirbelsäule zu einer Beeinträchtigung im Beckenring führen.

 Standorte
 Öffnungszeiten

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Mo – Fr: 8:00 Uhr – 18:00 Uhr

 

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Mo – Fr: 9:00 Uhr – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung

 

Sanitätshaus Limbach-Oberfrohna (ab 04/2015)
Jägerstraße 11 – 13

Mo – Fr: 8:30 Uhr – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung

 Kontakt
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Orthopädietechnik-Zentrum
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Schönherrstraße 8
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Telefon: 0371/4 50 50 666
Fax: 0371/4 50 50 660
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saXcare-Sanitätshaus Chemnitz

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